Zen-Mönch Ryôkan - Leben & Wirken,
chinesische Gedichte und japanische Haiku, zweisprachige Ausgabe.
Übersetzung aus dem Chinesischen und Japanischen
und Kommentierung von M. Bernhard Schiekel.
Vorwort von David Steindl-Rast.
351 Seiten, EUR 16,99. ISBN-10: 9-783769-327014.
BOD, Hamburg, 2025.
Rezension: ©opyright 2025,
Margrit Irgang: Blog
Veröffentlichung hier mit freundlicher Genehmigung von Margrit Irgang.
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Der Herbst - ein Brokat
roter Ahornblätter
wie die Kleidung der Tang
Zen-Mönch Ryôkan lebte nach seiner Ausbildung im Zen-Tempel ein einfaches und freies Leben.
Er war berühmt als Dichter und Kalligraf, spielte am liebsten mit den Kindern und lehnte alle
Angebote ab, Abt eines Tempels zu werden. Er hinterließ etwa 1800 Gedichte und Haiku.
Er besang, was ihn in seiner ärmlichen Hütte umgab: den Mond, die Berge, die Wolken, den Bambus,
die Pflaumenblüten, den Regen.
Mein Dharma-Bruder und Freund Dr. Munish Bernhard Schiekel hat sich die Mühe gemacht,
eine umfangreiche Sammlung der chinesischen Gedichte und japanischen Haiku von Ryôkan
zusammenzustellen. Alle Texte sind in den Originalsprachen, in Kanji und deutscher Übersetzung
aufgenommen. Es gibt Kommentare zu einzelnen Begriffen und eine schöne Biografie unter dem Titel
"Leben und Poesie des Großen Narren Ryôkan".
Und der Benediktinermönch und Zen-Praktizierende Bruder David Steindl-Rast hat das Vorwort
geschrieben.
1831 starb Ryôkan und schrieb, wie es bei Zen-Mönchen üblich war, vorher sein Sterbe-Gedicht:
Was wird bleiben
als mein Vermächtnis?
Im Frühling die Blüten,
im Sommer der Bergkuckuck,
im Herbst die Ahornblätter.
Ein schönes, umfangreiches Buch für alle, die Haiku, Zen und Ryokan lieben.
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