Hinweis auf einige Sutten des Palikanon

Auch wenn ich persönlich die Praxis der Meditation dem Studium der Schriften vorziehe, so kann uns das Studium buddhistischer Texte doch eine äußerst wertvolle Quelle der Inspiration und Vertiefung unseres Verständnisses sein.
Ich habe hier einmal all jene Sutten des Palikanons für mich zusammengestellt, verlinkt und kurz kommentiert, die aus meiner beschränkten persönlichen Sicht studierenswert und für mich bereichernd und hilfreich waren und sind. Meine Auswahl gründet einerseits auf einem jahrzehntelangen Studium des Palikanons, ist aber andererseits sehr subjektiv und von meiner Ausrichtung auf die europäischen Traditionen von Humanismus, Aufklärung und Naturwissenschaften geprägt. So geht diese persönliche Rezeption des Palikanons also auch ein wenig der Frage nach, welche Elemente der Frühbuddhismus für einen entstehenden 'westlichen Buddhismus' in 21. Jahrhundert hilfreich sein könnten.
Andere Menschen, insbesondere asiatische Buddhisten, werden sicherlich eine andere Auswahl und Interpretation vertreten.

Eine kleine Auswahl ergänzender Literatur zum Studium der Sutten des Palikanons:

  • Nyanatiloka, Buddhistisches Wörterbuch, Verlag Christiani, Konstanz, 1989.
  • H. W. Schumann, Siebzig Schlüsselbegriffe des Pāli-Buddhismus, Werner Kristkeitz Verlag, Heidelberg-Leimen, 2006.
  • H. W. Schumann, Der historische Buddha, Diederichs Verlag, München, 1995.
  • R. Gombrich, What the Buddha thought, Equinox Pub. Ltd, London, 2009.
  • S. Batchelor, Bekenntnisse eines ungläubigen Buddhisten, Ludwig-Verlag, München, 2010.

Die unten angegebenen Links beziehen sich zum größten Teil auf die außergewöhnlich umfangreiche und kundig zusammengestellte und kommentierte Internetseite von Wolfgang Greger (Chiangmai/Thailand) zum deutschsprachigen Palikanon:
http://www.palikanon.com/. Herzlichen Dank für diese verdienstvolle Arbeit!
Mit einer tiefen Verbeugung vor dem Lebenswerk des Ehrw. Nyanatiloka, des Ehrw. Nyanaponika und des verehrten Dr. Hellmuth Hecker, denen wir alle soviel verdanken!

Mögen alle Wesen glücklich sein!

                                                                                                                Ulm, 2012, mbs.

 


Die Kurzen Texte (Khuddaka Nikāya)

  1. Dhammapada

    Das Dhammapada wurde für mehr als zwei Jahrtausende hinduch zu der wohl meist rezitierten, studierten, und wertgeschätzen Schrift der Buddhisten in Sri Lanka und ganz Südost-Asien. Aber auch in Tibet, China, Korea und Japan diente es stets als Einführung in die Lehre des Buddha und wurde von vielen großen Meistern häufig zitiert.
    Seine Beliebtheit verdankt es der Poesie, Ausdruckskraft und Klarheit seiner Sprache und Bilder. So sind diese alten Lehrverse durch die vielen Jahrhunderte hindurch für jeden interessierten Menschen doch immer leicht zugänglich geblieben und, gleich einer Statue des Buddha, spiegeln sie zeitlos lächelnd etwas von der Breite und Tiefe des gesamten buddhistischen Weges und den Möglichkeiten des Mensch-Seins wider.

    Dhp.5:
    Noch nie in dieser Welt
    Hat Haß gestillt den Haß.
    Nur liebende Güte stillt den Haß.
    Dies ist ein ewiges Gesetz.

    Dhp.183:
    Höre auf Böses zu tun.
    Wende dich dem Guten zu.
    Läutere Herz und Geist:
    Dies ist die Lehre des Buddha.

    Dhp.279:
    "Leer von einem Selbst sind alle Dinge":
    Erkenne dies mit tiefer Einsicht,
    Und du befreist dich vom Leiden;
    Dies ist der Weg der Reinheit.

  2. Udāna I.10

    ... "Was das angeht, Bāhiyer, kannst du dich so üben: 'Gesehenes gelte dir nur als Gesehenes, Gehörtes nur als Gehörtes, sinnlich Erfahrenes nur als sinnlich Erfahrenes, Erkanntes nur als Erkanntes.' So kannst du dich üben, Bāhiyer. Wenn dir Gesehenes nur als Gesehenes, Gehörtes nur als Gehörtes gelten wird sinnlich Erfahrenes nur als sinnlich Erfahrenes, Erkanntes nur als Erkanntes, dann, bist 'du' nicht 'dort' Bāhiyer, dann ist 'das' nicht 'deine' Sache, dann Bāhiyer, bist 'du' weder 'hier' noch 'jenseits' noch 'dazwischen': Das eben ist das Ende des Leidens.

  3. Udāna II.10

    Der Mönch Bhaddiyo, ein früherer König, über das Glück seines Mönchslebens.

  4. Udāna IV.5

    ... Da dachte der Erhabene: "Ich bin jetzt umdrängt von Mönchen, Nonnen, Anhängern, Anhängerinnen, Königen, königlichen Würdenträgern, Sektenführern und deren Anhängern. So umdrängt, lebe ich beschwerlich, nicht unbehelligt. Ich will lieber allein gehen und abgesondert leben." Da machte sich der Erhabene in der Frühe auf, nahm Obergewand und Schale und ging nach Kosambi um Almosenspeise. Nach dem Almosengang, nachdem er das Mahl eingenommen hatte, räumte er seine Lagerstatt eigenhändig auf, nahm Obergewand und Schale und, ohne seinem Unterstützer etwas zu sagen und ohne den Mönchsorden zu verständigen, brach er allein, ohne Begleiter, auf nach Pālileyyaka. Von Ort zu Ort wandernd kam er nach Pālileyyaka. Bei Pālileyyaka ließ sich der Erhabene im Bannwald am Fuß eines Pracht-Salbaumes nieder. ...

  5. Udāna VI.4

    Das Gleichnis von den Blinden und dem Elefanten.

  6. Udāna VIII.1-3

    Es gibt ein Reich, wo die vier Elemente,
    Aus denen sich die Welt aufbaut, nicht sind.
    Es ist nicht das der Raumunendlichkeit,
    Nicht das, wo Wahrnehmung unendlich ist,
    Nicht das des Nichts und nicht das Grenzgebiet,
    Wo Wahrnehmung nicht ist und doch nicht fehlt.
    Es ist nicht diese Welt und keine andre.
    Dort gibt es keine Sonne, keinen Mond.
    Das nenn' ich, Bhikkhus, Kommen nicht noch Gehen
    Noch Stehenbleiben, auch nicht Untergehen
    Und Neuerscheinen; es ist ohne Stütze,
    Auch ohne Wandlung, ohne Gegenstände,
    Und alles Leiden findet dort sein Ende.
     
    Schwer ist die Nicht-Ich-Lehre zu verstehen;
    Die Wahrheit wird ja niemals gern gesehen.
    Nur wer sie kennt, der wird vom Drang befreit
    Und er durchschaut der Dinge Nichtigkeit.
     
    Es gibt, ihr Bhikkhus, ein Nichtgeborenes, Nichtgewordenes,
    Nichtgeschaffenes, Nichtaufgebautes.
    Wenn es, Bhikkhus, dieses Nichtgeborene, Nichtgewordene,
    Nichtgeschaffene, Nichtaufgebaute nicht gäbe,
    Dann wäre ein Ausweg aus dem Geborenen, Gewordenen,
    Geschaffenen, Aufgebauten nicht zu erkennen.
    Da es aber, Bhikkhus, das Nichtgeborene, Nichtgewordene,
    Nichtgeschaffene, Nichtaufgebaute gibt,
    Darum ist ein Ausweg aus dem Geborenen, Gewordenen,
    Geschaffenen, Aufgebauten zu erkennen.

  7. Sutta-Nipāta I.8 (143-152) - Mettā-Sutta

    Das berühmte Sutta über die 'Liebende Güte' (Mettā).

  8. Im Kommentar der 'Lieder der Nonnen' (Therīgāthā) zu den Versen der Nonne Kisāgotami findet sich die bekannte und berührende Geschichte von Kisāgotami.
    Die entsprechenden Verse von Kisāgotami im Therīgāthā finden sich hier:
    Therīgāthā 213-223

 


 

Die Mittlere Sammlung (Majjhima Nikāya)

  1. M.1 Die Wurzel aller Dinge (Mūlapariyāya Sutta

    Der Buddha spricht über die Bedeutung der innerlichen Befreiung von allen Konzeptualisierungen und Ich-Projektionen, die üblicherweise unsere direkte Wahrnehmung begleiten.

  2. M.10 Die Vier Grundlagen der Achtsamkeit (Satipaṭṭhāna Sutta)

    Der Buddha spricht über Achtsamkeit auf Körper, Empfindungen, Geist und Geistesobjekte, die zur unmittelbaren Erfahrung von Vergänglichkeit, Leidhaftigkeit (bei Anhaften) und Leerheit (aller Phänomene) führt. Dies ist die Grundlage der Einsichtsmeditation (Vipassana).
    Siehe hierzu auch:
    - D.22 Die Vier Grundlagen der Achtsamkeit (Mahāsatipaṭṭhāna Sutta),
    - S.47 Die Vier Grundlagen der Achtsamkeit (Satipaṭṭhāna-Samyutta).

  3. M.11 Die kürzere Lehrrede vom Löwenruf (Cūḷasīhanāda Sutta)

    Der Buddha erklärt seine Lehre im Vergleich zu anderen spirituellen Wegen. Auch wenn sich manche Wege im Äußerlichen ähneln mögen, so zeichnet sich seine Lehre doch dadurch aus, daß die Leerheit von einem Selbst (atta, ātman) erkannt wird und die Grundlage der Befreiung bildet.

  4. M.15 Schlußfolgerung (Anumāna Sutta)

    Mahā Moggallāna erklärt einige Charaktereigenschaften, die konstruktive und heilsame Gespräche unter Mönchen (und Nonnen) blockieren können und empfiehlt jedem, sich selbst in dieser Hinsicht immer wieder zu prüfen.

  5. M.18 Der Honigkuchen (Madhupiṇḍika Sutta)

    Der Buddha erklärt einem streitsüchtigen Besucher, seine Lehre sei es, mit niemandem zu streiten. Anschließend erklärt er seinen Mönchen, daß Streit seine Ursache zumeist im Anhaften an Konzepten hat.

  6. M.22 Das Gleichnis von der Schlange (Alagaddūpama Sutta)

    Dieses Sutta enthält eine ganze Reihe verschiedener Lehrreden, u.a. auch das berühmte und wichtige Gleichnis vom Floß: "Ihr Bhikkhus, ich werde euch zeigen, wie das Dhamma einem Floß ähnlich ist, indem es zur Überfahrt da ist, nicht zum Festhalten."

  7. M.26 Die Edle Suche (Ariyapariyesana Sutta)

    Der Buddha beschreibt in einem langen Vortrag seine eigene spirituelle Suche: vom Verlassen seiner Familie, über viele vergebliche Bemühungen bis hin zur Erfahrung des Erwachens und schließlich seiner ersten Predigt in Benares.

  8. M.31 Die kürzere Lehrrede bei Gosiṅga (Cūḷagosiṅga Sutta)

    Der Buddha begegnet den drei Mönchen Anuruddha, Nandiya, Kimbila im Park des Sālawaldes von Gosiṅga und befragt sie nach ihrer Praxis.
    '... und der Erhabene sagte zum ehrwürdigen Anuruddha: "Ich hoffe, es ist alles in Ordnung, Anuruddha, ich hoffe, eure Ernährung ist gesichert, ich hoffe, ihr habt keine Probleme, Almosenspeise zu bekommen."
    "Es ist alles in Ordnung, Erhabener, unsere Ernährung ist gesichert, wir haben keine Probleme Almosenspeise zu bekommen."
    "Ich hoffe, Anuruddha, daß ihr alle in Eintracht lebt, mit gegenseitigem Verständnis, ohne Streit, wobei ihr euch wie Milch und Wasser mischt, euch gegenseitig mit gütigen Augen betrachtet."
    "Gewiß, ehrwürdiger Herr, wir alle leben in Eintracht, mit gegenseitigem Verständnis, ohne Streit, wobei wir uns wie Milch und Wasser mischen, uns gegenseitig mit gütigen Augen betrachten." ...'

  9. M.32 Die längere Lehrrede bei Gosiṅga (Mahāgosiṅga Sutta)

    Die Mönche Sāriputta, Mahā Moggallāna, Mahā Kassapa, Anuruddha, Revata und Ānanda diskutieren untereinander über die Eigenschaften eines hevorragenden Bhikkhu. Dabei benennen sie jeweils Eigenschaften, die sie selbst verwirklicht haben. Anschließend befragen sie den Buddha zu seiner Sicht. Dieser antwortet:
    "Ihr habt alle gut gesprochen, Sāriputta, jeder auf seine Weise. Höre auch von mir, welche Art von Bhikkhu diesen Sālawald von Gosiṅga schmücken könnte. Sāriputta, wenn da ein Bhikkhu von seiner Almosenrunde zurückgekehrt ist, setzt er sich nach seiner Mahlzeit nieder, kreuzt die Beine, richtet den Oberkörper auf, verankert die Achtsamkeit vor sich und faßt den Entschluß: 'Ich werde diese Sitzhaltung nicht aufgeben, bis mein Geist durch Nicht-Anhaften von den Trieben befreit ist.' Jene Art von Mönch könnte diesen Sālawald von Gosiṅga schmücken."

  10. M.38 Die längere Lehrrede über die Vernichtung des Begehrens (Mahātaṇhāsaṅkhaya Sutta)

    Der Mönch Sāti glaubt an ein fortdauernd bestehendes Bewußtsein und wird vom Buddha deswegen gerügt. Anschießend erläutert der Buddha seine Lehre des bedingten Entstehens.

  11. M.52 Bei Aṭṭhakanāgara (Aṭṭhakanāgara Sutta)

    Der Mönche Ānanda wird von einem Laien gefragt, ob der Buddha eine einzelne Sache lehre, die für sich allein schon genügen könne, um Befreiung zu erlangen. Ānanda bestätigt dies und nennt:
    die vier Vertiefungen, die vier Brahmavihāras, die drei ersten formlosen Vertiefungen - jeweils mit anschließender Betrachtung ihrer Vergänglichkeit.

  12. M.55 An Jīvaka (Jīvaka Sutta)

    Der Buddha erklärt die Umstände, unter denen Mönche (und Nonnen) Fleisch essen dürfen.

  13. M.59 Die vielen Arten von Empfindungen (Bahuvedanīya Sutta)

    Der Buddha spricht zu Ānanda ausführlich über die Empfindungen (vedanā: angenehm, neutral, unangenehm). [Nb.: häufig wird vedanā ins Deutsche auch mit 'Gefühl' übersetzt, was regelmäßig zu einigen Verwirrungen führt, denn komplexe Gefühle zählen in der Systematik der kkhandhas (Daseinsgruppen) zu den sankhāra-kkhanda und nicht zu den vedanā-kkhanda.]

  14. M.63 Die kürzere Lehrrede an Māluṅkyāputta (Cūḷamāluṅkya Sutta)

    Der Mönch Māluṅkyāputta beschwert sich bei Buddha darüber, daß dieser keine metaphysischen Fragen erklärt hat. Buddha antwortet mit dem berühmten Gleichnis vom Giftpfeil.

  15. M.71 An Vacchagotta über das dreifache wahre Wissen (Tevijjavacchagotta Sutta)

    Der Wanderasket Vaccagotta fragt Buddha, ob er allwissend sei. Buddha verneint, antwortet aber weiter, daß er über das dreifache Wissen verfüge:
    Wissen von früheren Leben, vom Wiedererscheinen der Wesen, von der Vernichtung der Triebe.

  16. M.72 An Vacchagotta über das Feuer (Aggivacchagotta Sutta)

    Der Wanderasket Vaccagotta befragt den Buddha zu einer Reihe metaphysischer Probleme. Der Buddha lehnt eine Diskussion dieser Fragen ab, da sie nur in ein Dickicht der Meinungen führen und nicht zu Verminderung und Überwindung des Leidens beitragen.

  17. M.74 An Dīghanakha (Dīghanakha Sutta)

    Der Wanderasket Dīghanakha trifft den Buddha und erklärt diesem seine Sichtweise eines radikalen 'Skeptizismus' dar: "Meister Gotama, meine Lehrmeinung und Ansicht ist dies: Für mich ist nichts annehmbar." Im Gespräch weist Buddha den Wanderasketen Dīghanakha darauf hin, daß dessen Problem in dem Beharren auf 'ich', 'mich', 'mein' liegt, und da der radikale 'Skeptizismus' dieses Problem nicht angeht, so eben auch keine Befreiung möglich ist.

  18. M.79 Die kürzere Lehrrede an Sakuludāyin (Cūḷasakuludāyi Sutta)

    Der Wanderasket Sakuludāyin befragt den Buddha zur Allwissenheit und zur Erfahrung des 'vollkommenen Glanzes' (im Geist).
    Die Frage nach Allwissenheit beschließt der Buddha mit dem berühmten Satz:
    "Aber laß die Vergangenheit sein, Udāyin, laß die Zukunft sein. Ich werde dich das Dhamma lehren: Wenn dies existiert, ist jenes; mit der Entstehung von diesem, entsteht jenes. Wenn dies nicht existiert, ist jenes nicht; mit dem Aufhören von diesem, hört jenes auf."
    In der Frage nach der Erfahrung des 'vollkommenen Glanzes' (im Geist) führt der Buddha einen 'sokratischen Dialog', um Sakuludāyin die inhärenten Widersprüche dieses Konzeptes aufzuzeigen und erklärt dann seinen Schulungsweg.

  19. M.85 An Prinz Bodhi (Bodhirājakumāra Sutta)

    Der Buddha beschreibt in einem langen Vortrag seine eigene spirituelle Suche: vom Verlassen seiner Familie, über viele vergebliche Bemühungen bis hin zur Erfahrung des Erwachens und schließlich seinen ersten Predigten in Benares.
    Ein Wendepunkt in Buddhas Suche trat ein, nachdem er seine asketischen Bemühungen als gescheitert erkennen mußte. Auf der Suche nach einem neuen Weg erinnerte er sich an eine Begebenheit seiner Kindheit:
    "Ich überlegte: 'Ich erinnere mich an eine Begebenheit, als mein Vater, der Sakyer beschäftigt war, während ich im kühlen Schatten eines Rosenapfelbaums saß; ganz abgeschieden von Sinnesvergnügen, abgeschieden von unheilsamen Geisteszuständen, trat ich in die erste Vertiefung ein, die von anfänglicher und anhaltender Hinwendung des Geistes begleitet ist, und verweilte darin, mit Verzückung und Glückseligkeit, die aus der Abgeschiedenheit entstanden sind. Könnte das der Pfad zur Erleuchtung sein?' Dann, auf diese Erinnerung folgend, kam das Bewußtsein: 'Das ist der Pfad zur Erleuchtung.'"

  20. M.86 Über Aṅgulimāla (Aṅgulimāla Sutta)

    Die berühmte Geschichte über die Begegnung des Serienmörders Aṅgulimāla mit dem Buddha, woraufhin Aṅgulimāla ein sanfter und friedfertiger buddhistischen Mönch wird.

  21. M.95 Mit Caṅkī (Caṅkī Sutta)

    Buddha erklärt dem brahmanischen Studenten Kāpañhika auf dessen kritische Fragen hin, daß Glaube an die Tradition eben als Glaube bezeichnet werden sollte und nicht als erkannte Wahrheit. Anschließend erläutert Buddha den von ihm empfohlenen Schulungsweg:
    Vertrauen, Aufsuchen eines Lehrers, Respekt erweisen, Zuhören, das Dhamma hören und es sich merken, kritische Untersuchung, reflektives Annehmen, Eifer, Anwendung des Willens, Prüfen der Praxis und Ergebnisse, Bemühen, Verwirklichung.

  22. M.100 An Saṅgārava (Saṅgārava Sutta)

    Der Buddha beschreibt dem brahmanischen Studenten Saṅgārava in Kürze seine eigene spirituelle Suche: vom Verlassen seiner Familie, über viele vergebliche Bemühungen bis hin zur Erfahrung des Erwachens.

  23. M.105 An Sunakkhatta (Sunakkhatta Sutta)

    Der Laie Sunakkhatta befragt den Buddha, ob wirklich all jene seiner Bhikkhus Arahantschaft erlangt haben, die das von sich behauptet haben. Buddha antwortet: teils - teils! Anschließend spricht er über die Gefahren der Selbstüberschätzung in der Praxis, und wie sich diese überwinden lassen.

  24. M.107 An Ganaka Moggallāna (Ganakamoggallāna Sutta)

    Der Buddha bejaht eine Frage des Brahmanen Ganaka Moggallāna, ob sein Weg ein Stufenweg sei. Er nennt als wesentliche Stufen: Ethik, Achtsamkeit, Meditation. Und er betont, daß er als Lehrer nur den Weg zeige, daß jeder Einzelne aber den Weg selber gehen müsse:
    "Ebenso, Brahmane, existiert Nibbāna, und der Pfad, der zu Nibbāna führt, existiert, und ich bin als Führer anwesend. Und doch, wenn meine Schüler auf solche Weise von mir angewiesen und unterrichtet worden sind, erlangen einige von ihnen Nibbāna, das höchste Ziel, und einige erlangen es nicht. Was kann ich da machen, Brahmane? Der Tathāgata ist einer, der den Weg zeigt."

  25. M.108 Mit Gopaka Moggallāna (Gopakamoggallāna Sutta)

    Nach dem Tod des Buddha wird Ananda von zwei Brahmanen gefragt, wer nun der Nachfolger des Buddha sei. Ananda antwortet, daß der Buddha keinen Nachfolger bestimmt, sondern das Dhamma zur Grundlage der Zuflucht erklärt habe und daß der Vinaya (die Regeln der Mönche und Nonnen) das Ordensleben regele. Dennoch gebe es zahlreiche verwirklichte und als Vorbild wirkende Mönche.

  26. M.113 Der rechtschaffene Mensch (Sappurisa Sutta)

    Der Buddha erklärt seinen Mönchen, daß Herkunft, Bekanntheit, Anerkennung, Gelehrsamkeit, Asketentum und dergleichen ohne Bedeutung für die Befreiung sind, ja im Gegenteil sich hinderlich auf den Weg zum Erwachen auswirken können. Die gleichen Hindernisse entstehen, wenn die Praxis der Vertiefungen (jhanas) nur unsere Ich-Identifikation und Selbstbezogenheit weiter vergrößert. Eine heilsame Dhamma-Praxis sollte daher stets mit dem Verständnis der Nicht-Identifikation verbunden werden.
    "Und seine Triebe sind vernichtet, indem er mit Weisheit sieht. Dieser Bhikkhu macht sich keinerlei Vorstellungen, er macht sich keinerlei Vorstellungen in Bezug auf irgendetwas, er macht sich keinerlei Vorstellungen auf irgendeine Weise."

  27. M.118 Achtsamkeit auf den Atem (Ānāpānasati Sutta)

    Der Buddha erläutert die Achtsamkeit auf den Atem. Dies ist eine der zentralen Meditations-Sutten des Buddhismus!
    Anschließend erklärt Buddha, wie die Praxis der Achtsamkeit auf den Atem die vier Grundlagen der Achtsamkeit entfaltet, und diese wiederum die sieben Erleuchtungsglieder.

  28. M.119 Achtsamkeit auf den Körper (Kāyagatāsati Sutta)

    Der Buddha erläutert die Achtsamkeit auf den Körper, beginnend mit der Achtsamkeit auf den Atem über die Leichenfeldbetrachtungen bis hin zu den Vier Vertiefungen (jhanas).

  29. M.121 Die kürzere Lehrrede über Leerheit (Cūḷasuññata Sutta)

    Buddha erklärt Ānanda auf dessen Wunsch hin die Praxis des 'Verweilen in Leerheit'.

  30. M.123 Wunderbar und erstaunlich (Acchariyabbhuta Sutta)

    Ānanda erklärt, der Buddha sei wunderbar und erstaunlich. Buddha bittet um eine Erläuterung und Begründung dieses Ausspruches. Ānanda berichtet dann eine ganze Reihe von Wundern, die sich bei der Geburt des Buddha zugetragen haben sollen. Buddha kommentiert diese Wundergeschichten nicht weiter, sondern antwortet darauf recht nüchtern:
    "Nachdem das so ist, Ānanda, behalte auch dies als eine wunderbare und erstaunliche Eigenschaft des Tathāgata im Gedächtnis: Ānanda, da sind dem Tathāgata Empfindungen bekannt, wie sie erscheinen, wie sie gegenwärtig sind, wie sie verschwinden; Wahrnehmungen sind ihm bekannt, wie sie erscheinen, wie sie gegenwärtig sind, wie sie verschwinden; Gedanken sind ihm bekannt, wie sie erscheinen, wie sie gegenwärtig sind, wie sie verschwinden. Ānanda, behalte auch dies als eine wunderbare und erstaunliche Eigenschaft des Tathāgata im Gedächtnis."

  31. M.131 Eine glücksverheißende Nacht (Bhaddekaratta Sutta)

    Der Buddha trägt das folgende Gedicht vor und erläutert es dann ausführlich:
     
    "Man lass' Vergangenes nicht aufersteh'n,
    Auf Künftiges man nicht die Hoffnung bau';
    Denn das Vergangene liegt hinter uns,
    Das Künftige ist noch nicht angelangt.
     
    Statt dessen, einsichtsvoll erkenne man,
    Was in der Gegenwart entstanden ist;
    Man wisse es und sicher sei man sich,
    Unüberwältigt, unerschütterlich.
     
    Die Anstrengung, erfolgen muß sie heut';
    Vielleicht kommt morgen schon der Tod, wer weiß?
    Nicht Schachern kann man mit der Sterblichkeit,
    Nicht hält's den Tod und seine Horden fern,
     
    Doch einer, der da voller Eifer weilt,
    Ganz ohne nachzulassen, Tag und Nacht -
    Er ist es, so der Buddha hat's gesagt,
    Mit einer Nacht, die ihm nur Glück verheißt."

  32. M.140 Die Darlegung der Elemente (Dhātuvibhaṅga Sutta)

    Ein Mann namens Pukkusāti hatte sein Haus verlassen und war auf der Wanderung, um den Buddha zu treffen und bei ihm als Mönch zu ordinieren. Auch der Buddha war alleine auf Wanderschaft. Zufällig trafen die beiden in einem Nachtquartier aufeinander, wobei Pukkusāti jedoch den Buddha nicht erkannte, da er ihm zuvor noch niemals begegnet war. Beide meditierten zusammen den größten Teil der Nacht. Anschließend hält der Buddha eine Lehrrede über das Erkennen des Nicht-Selbst (anatta, anātman) in den sechs Elementen und die Nicht-Anhaftung an alle Ich-Konzepte und Vorstellungen. Am Ende des Vortrags erkennt Pukkusāti den Buddha. Als sich Pukkusāti am Morgen die Requisiten für seine Ordination besorgen will, stirbt er durch einen Unfall.

  33. M.143 Rat an Anāthapiṇḍika (Anāthapiṇḍikovāda Sutta)

    Der Kaufmann Anāthapiṇḍika, einer der größten Unterstützer des Buddha, liegt schwerkrank im Sterben. Die beiden Mönche Sāriputta und Ānanda besuchen Anāthapiṇḍika. Sāriputta begleitet Anāthapiṇḍika durch eine geführte Meditation des völligen Loslassens!

  34. M.144 Rat an Channa (Channovāda Sutta)

    Der Mönch Channa ist schwer krank und leidet unter unerträglichen Schmerzen. Er kündigt an, daß er sich das Leben nehmen wird. Die Mönche Sāriputta und Mahā Cunda versuchen vergeblich Channa von diesem Vorsatz abzubringen. Als der Buddha vom Freitod von Channa erfährt billigt er diesen, da Channa nicht von Haß und Verblendung getrieben, sondern erwacht gewesen sei.

 


 

Die Längere Sammlung (Dīgha Nikāya)

  1. D.14 Die Offenbarung (Mahāpadāna Sutta)

    Dieses lange Sutta erzählt die legendäre Geschichte des früheren Buddha Vipassi. Besonders lesenswert ist der hier zitierte Abschnitt der Begegnung des Prinzen Vipassi mit einem alten Menschen, einem kranken Menschen, einem Gestorbenen und einem Wandermönch. Diese Begegnungen erschüttern den Prinzen Vipassi so sehr, daß er seinen Palast verläßt, als Wandermönch nach einem Weg der Befreiung sucht, schließlich das Erwachen (bodhi) erfährt und als ein Buddha zu lehren beginnt.

  2. D.16 Zur Erlöschung (Mahāparinibbāna Sutta)

    Dieses lange und wichtige Sutta erzählt die Geschichte der letzten Lebensmonate des Buddha und seines Sterbens. Besonders hervorhebenswert sind vielleicht die folgenden Stellen:

    D.16.2.5 Buddhas Ausspruch: seid euch selber Zuflucht
    Hier in der Übersetzung des Ehrw. Nyanaponika aus seinem schönen und wichtigen Buch "Der einzige Weg":

    [Der Buddha an Ānanda:] "Wer so denkt: 'Ich will die Mönchsgemeinde führen. Meiner Führung soll sie folgen', ein solcher mag noch irgendwelche Anordnung hinsichtlich der Mönchsgemeinde zu treffen haben." [im Gegensatz zum Buddha] ...

    "Seid euch selbst Insel, Ānanda, seid euch selbst Zuflucht, habt keine andere Zuflucht! Die Lehre sei euch Insel, die Lehre sei euch Zuflucht, habt keine andere Zuflucht!
    Wie nun, Ānanda, ist der Mönch sich selbst eine Insel, sich selbst eine Zuflucht, ohne andere Zuflucht? Wie hat er die Lehre als Insel, die Lehre als Zuflucht und keine andere Zuflucht?
    Da, o Ānanda, weilt der Mönch beim Körper in Betrachtung des Körpers, bei den Gefühlen (Empfindungen) in Betrachtung der Gefühle (Empfindungen), beim Geisteszustand in Betrachtung des Geisteszustandes, bei den Geistobjekten in Betrachtung der Geistobjekte, eifrig, wissensklar und achtsam, nach Überwindung von Begierde und Trübsal hinsichtlich der Welt.
    So, Ānanda, ist der Mönch sich selbst eine Insel, sich selbst eine Zuflucht, ohne andere Zuflucht. So hat er die Lehre als Insel, die Lehre als Zuflucht und keine andere Zuflucht.
    Die da, Ānanda, jetzt oder nach meinem Hinscheiden, sich selbst Insel, sich selbst Zuflucht sind, keine andere Zuflucht haben, die die Lehre als Insel, die Lehre als Zuflucht haben, keine andere Zuflucht, - hinausgelangt über die dunklen Bereiche werden all diese Mönche sein, die da gewillt sind, sich zu üben!"

    D.16.6.1 Die Lehre sei euer Meister

    D.16.6.3 Die Erlaubnis mindere Regeln aufzuheben

    Die letzten Worte des Buddha:
    "Wohlan denn, ihr Mönche, laßt euch gesagt sein:
    schwinden muß jede Erscheinung,
    unermüdlich mögt ihr da kämpfen."

    Siehe auch S.6.15.

  3. D.22 Die Vier Grundlagen der Achtsamkeit (Mahāsatipaṭṭhāna Sutta)

    Dies ist das wichtige 'große Sutta' über die Vier Grundlagen der Achtsamkeit. Eine kürzere Version findet sich in der Mittleren Sammlung M.10 (siehe oben).
    Der Buddha spricht über Achtsamkeit auf Körper, Empfindungen, Geist und Geistesobjekte, die zur unmittelbaren Erfahrung von Vergänglichkeit, Leidhaftigkeit (bei Anhaften) und Leerheit (aller Phänomene) führt. Dies ist die Grundlage der Einsichtsmeditation (Vipassana).
    Siehe hierzu auch:
    - M.10 Die Vier Grundlagen der Achtsamkeit (Satipaṭṭhāna Sutta),
    - S.47 Die Vier Grundlagen der Achtsamkeit (Satipaṭṭhāna-Samyutta).

 


 

Die Angereite Sammlung (Aṅguttara Nikāya)

  1. A.I.4 Geisteszügelung

    "Kein anderes Ding kenne ich, ihr Mönche, das, ungezähmt, unbehütet, unbewacht und ungezügelt, zu so großem Unsegen führt wie der Geist. Zu großem Unsegen, ihr Mönche, führt der ungezähmte, unbehütete, unbewachte und ungezügelte Geist.
    Kein anderes Ding kenne ich, ihr Mönche, das, bezähmt, behütet, bewacht und gezügelt, zu so großem Segen führt wie der Geist. Zu großem Segen, ihr Mönche, führt der bezähmte, behütete, bewachte und gezügelte Geist."

  2. A.I.7 Der Teich
     
  3. A.I.9 Der schnelle Wechsel des Bewußtseins
     
  4. A.I.12 Die Güte
     
  5. A.I.35 Wege der Meditation
     
  6. A.II.31 Waldeinsamkeit
     
  7. A.II.32 Geistesruhe und Hellblick
     
  8. A.II.34 Die Eltern
     
  9. A.II.44 Einträchtige und zwieträchtige Versammlung
     
  10. A.III.24 Drei große Wohltäter (Bahukāra Sutta)
     
  11. A.III.32 Frei vom Ichwahn I: Ānanda (Ānanda Sutta)
     
  12. A.III.39a Dreierlei Rausch I (Sukhumāla Sutta)

    Der Buddha spricht über den 'Jugendrausch', den 'Gesundheitsrausch', den 'Lebensrausch'.
    Siehe auch M.75 und D.14.

  13. A.III.47-48 Das Gestaltete und das Ungestaltete (Saṅkhatalakkhaṇa, Asaṅkhatalakkhaṇa Sutta)
     
  14. A.III.56 Das sichtbare Nibbāna
     
  15. A.III.66 Die Rede an die Kālāmer

    "... Aus diesem Grunde eben, Kālāmer, haben wir es gesagt: Geht, Kālāmer, nicht nach Hörensagen, nicht nach Überlieferungen, nicht nach Tagesmeinungen, nicht nach der Autorität heiliger Schriften, nicht nach bloßen Vernunftgründen und logischen Schlüssen, nicht nach erdachten Theorien und bevorzugten Meinungen, nicht nach dem Eindruck persönlicher Vorzüge, nicht nach der Autorität eines Meisters! Wenn ihr aber, Kālāmer, selber erkennt: 'Diese Dinge sind unheilsam, sind verwerflich, werden von Verständigen getadelt,und, wenn ausgeführt und unternommen, führen sie zu Unheil und Leiden', dann, o Kālāmer, möget ihr sie aufgeben.
    Geht, Kālāmer, nicht nach Hörensagen, nicht nach Überlieferungen, nicht nach Tagesmeinungen, nicht nach der Autorität heiliger Schriften, nicht nach bloßen Vernunftgründen und logischen Schlüssen, nicht nach erdachten Theorien und bevorzugten Meinungen, nicht nach dem Eindruck persönlicher Vorzüge, nicht nach der Autorität eines Meisters! Wenn ihr aber, Kālāmer, selber erkennt: 'Diese Dinge sind heilsam, sind untadelig, werden von den Verständigen gepriesen, und, wenn ausgeführt und unternommen, führen sie zu Segen und Wohl', dann, o Kālāmer, möget ihr sie euch zu eigen machen. ..."

    "'Gibt es eine andere Welt und gibt es eine Frucht, ein Ergebnis guter und schlechter Taten, so ist es möglich, daß ich beim Zerfall des Körpers, nach dem Tode, auf glücklicher Daseinsfährte erscheine, in himmlischer Welt' - dieses ersten Trostes ist er gewiß.
    'Gibt es aber keine andere Welt und keine Frucht, kein Ergebnis guter oder schlechter Taten, so lebe ich eben hier in dieser Welt ein leidloses, glückliches Leben, frei von Haß und Übelwollen' - dieses zweiten Trostes ist er gewiß".

  16. A.III.79 Der Maßstab der Lebensführung
     
  17. A.III.85. Die 150 Übungsregeln

    Ein Mönch bekennt dem Buddha, daß er große Schwierigkeiten mit der Übung der (damals) 150 Übungsregeln der Mönche (pātimokkha) hat. Buddha fragt den Mönch, ob es ihm möglich sei drei grundlegende Dinge zu üben. Nachdem der Mönch bejaht, empfiehlt der Buddha ihm die Übung von:   Ethik (sila), Versenkung (Samatha), Weisheit (Vipassana).

  18. A.III.96 Drei Versammlungen
     
  19. A.III.125 Eintracht und Zwietracht
     
  20. A.III.131 Anuruddhas Erlangung der Heiligkeit
     
  21. A.III.137 Die drei Merkmale des Daseins
     
  22. A.IV.21 Vor Uruvelā
     
  23. A.IV.38 Der Entgangene

    "... Aller Dogmen ledig, ihr Mönche, heißt man da einen Mönch, von jedem Wunsche restlos befreit, gestillt in den Körperfunktionen, ein Entgangener. ..."

  24. A.IV.41 Die Entfaltung der Geistessammlung
     
  25. A.IV.45 Rohitassa I

    Dieses Sutta findet sich auch in S.2.26. Hier in A.IV.45 heißt es:
    "Wahrlich, so sage ich, o Freund: Nicht ist man imstande, durch Gehen das Ende der Welt zu erreichen, da wo es weder Geburt gibt, noch Altern und Sterben, weder Erstehen, noch Abscheiden. Doch nicht kann man, sage ich, o Freund, ohne der Welt Ende erreicht zu haben, dem Leiden ein Ende machen. Das aber verkünde ich, o Freund: in eben diesem klafterhohen, mit Wahrnehmung und Bewußtsein versehenen Körper, da ist die Welt enthalten, der Welt Entstehung, der Welt Ende und der zu der Welt Ende führende Pfad."

  26. A.IV.92-94 Geistesruhe und Hellblick I-III
     
  27. A.IV.111 Der Rossezähmer
     
  28. A.IV.113 Die vier edlen Rosse
     
  29. A.IV.146 Rechte Gelegenheit
     
  30. A.IV.165 Vier Wege des Verhaltens II (Geduld)

    "... Was aber, ihr Mönche, ist der Weg der Geduld? Da erträgt einer geduldig Hitze und Kälte, Hunger und Durst und die Belästigung durch Bremsen, Stechmücken, Wind, Sonne und Kriechtiere. Standhaft erträgt er gehässige, unfreundliche Worte sowie aufgestiegene körperliche Schmerzgefühle, scharfe, stechende, brennende, beschwerliche, unangenehme und lebensgefährliche. Das, ihr Mönche, nennt man den Weg der Geduld. ..."

  31. A.IV.170 Wege zur Erlösung II (Yuganaddha Sutta)

    Eine Lehrrede von Ānanda über Geistesruhe (Samatha) und Hellblick (Vipassana).

  32. A.IV.175 Das Leidensende

    Sāriputta über das Ende des Leidens.

  33. A.IV.182 Das eiserne Gesetz der Natur
     
  34. A.IV.192 Menschenkenntnis II
     
  35. A.V.57 Fünf Betrachtungen für jedermann

    "Fünf Tatsachen, ihr Mönche, sollte jeder öfters bei sich erwägen, sei es Mann oder Frau, Hausner oder Hausloser. Welches sind diese fünf Tatsachen?
    »Dem Altern bin ich unterworfen, kann dem Alter nicht entgehen. Der Krankheit bin ich unterworfen, kann der Krankheit nicht entgehen. Dem Sterben bin ich unterworfen, kann dem Sterben nicht entgehen. Von allem Lieben und Angenehmen muß ich scheiden und mich trennen. Eigner und Erbe meiner Taten bin ich, meinen Taten entsprossen, mit ihnen verknüpft, habe sie zur Zuflucht und die guten und bösen Taten, die ich tue, werde ich zum Erbe haben« - das sollte jeder öfters bei sich erwägen, sei es Mann oder Frau, Hausner oder Hausloser. ..."

  36. A.V.167 Vom Tadeln
     
  37. A.V.177 Fünf verwerfliche Berufe
     
  38. A.VI.55 Das Gleichnis von der Laute (Sona Sutta)
     
  39. A.VII.19 Bei Sarandada

    Sieben zum Gedeihen eines Volkes führenden Dinge.

  40. A.VII.36 Der wahre Freund II
     
  41. A.VII.51 Die unerklärten Probleme
     
  42. A.VII.67 Ohne Übung kein Fortschritt
     
  43. A.VII.79 Das wahre Gesetz des Meisters

    Upāli bittet den Buddha: "Gut wäre es, o Herr, wollte mir der Erhabene in Kürze die Lehre darlegen, auf daß ich nach Vernehmen der Lehre einsam, abgeschieden, unermüdlich, eifrig und entschlossen verweilen möge."
    "Von denjenigen Dingen, Upāli, von denen du merkst, daß sie nicht zur völligen Abwendung, Entsüchtung, Aufhebung, Stillung, Durchschauung und nicht zum Nibbāna führen, da magst du, Upāli, mit Sicherheit annehmen, daß dies nicht die Lehre ist, nicht die Zucht, nicht des Meisters Weisung.
    Von denjenigen Dingen aber, Upāli, von denen du merkst, daß sie zur völligen Abwendung führen, zur Entsüchtung, Aufhebung, Stillung, Durchschauung und zum Nibbāna, da magst du, Upāli, mit Sicherheit annehmen, daß dies die Lehre ist, dies die Zucht, dies des Meisters Weisung."

  44. A.VIII.1 Die Segnungen der Güte
     
  45. A.VIII.2 Entfaltung der Weisheit
     
  46. A.VIII.7 Devadattas Untergang I
     
  47. A.VIII.39 Die acht Ströme des Verdienstes (Abhisanda Sutta)
     
  48. A.VIII.51 Die Gründung des Nonnenordens
     
  49. A.IX.1 Grundlagen der Erleuchtung
     
  50. A.IX.33 Neun stufenweise Erreichungszustände
     
  51. A.IX.40 Der Elefant der Einsamkeit
     
  52. A.X.1 Segen der Sittlichkeit
     
  53. A.X.6 Losgelöste Sammlung I
     
  54. A.X.60 Die Heilung des Girimānanda
     
  55. A.X.99 Upālis Unreife zur Einsamkeit
     

 


 

Die Gruppierte Sammlung (Samyutta Nikāya)

  1. S.2.26 Rohitassa (Rohitassa Sutta)

    Dieses Sutta findet sich auch in A.IV.45. Hier in S.2.26 heißt es:
    "Durch Wandern ist nimmermehr zu erreichen der Welt Ende,
    Und ohne daß man der Welt Ende erreicht hat, gibt es keine Erlösung vom Leiden.
    Darum wird wohl der Weise, der die Welt kennt,
    An der Welt Ende kommen, heiligen Wandel führend.
    Hat er aber, zur Ruhe gelangt, der Welt Ende kennen gelernt,
    So begehrt er nimmer nach dieser Welt noch nach der jenseitigen."

  2. S.3.11 Der Jatila (Sattajaṭila Sutta)

    Der Buddha erklärt König Pasenadi von Kosala, daß Vollendete nicht leicht zu erkennen sind, insbesondere nicht von weltlich orientierten Menschen:
    "Durch Zusammenleben, o Großkönig, ist ihre sittliche Zucht zu erkennen, und auch das nur in langer Zeit, nicht anders, und nur von einem, der genau prüft, nicht von einem, der nicht prüft; von einem Weisen, nicht von einem Unweisen.
    Durch Verkehr, o Großkönig, ist ihre Lauterkeit zu erkennen, und auch das nur in langer Zeit, nicht anders, und nur von einem, der genau prüft, nicht von einem der nicht prüft; von einem Weisen, nicht von einem Unweisen.
    Im Unglück, o Großkönig, ist ihre Seelenstärke zu erkennen, und auch das nur in langer Zeit, nicht anders, und nur von einem, der genau prüft, nicht von einem, der nicht prüft; von einem Weisen, nicht von einem Unweisen.
    In der Disputation, o Großkönig, ist ihre Weisheit zu erkennen, und auch das nur in langer Zeit, nicht anders, und nur von einem, der genau prüft, nicht von einem, der nicht prüft; von einem Weisen, nicht von einem Unweisen."

  3. S.3.18 Unermüdlichkeit - 2 (Kalyāṇamitta Sutta)

    In diesem berühmten Sutta spricht der Buddha zu Ānanda über die Bedeutung der spirituellen Freundschaft (dieses Sutta findet sich auch in S.45.2):
    "... Da nun, o Großkönig, begab sich der Bhikkhu Ānanda dorthin, wo ich mich befand. Nachdem er sich dorthin begeben und mich ehrfurchtsvoll begrüßt hatte, setzte er sich zur Seite nieder. Zur Seite sitzend, o Großkönig, sprach dann zu mir der Bhikkhu Ānanda also: 'die Hälfte des heiligen Wandels besteht in der Freundschaft der Guten, in der Gesellschaft der Guten, in der Genossenschaft der Guten.'
    Auf dieses Wort hin, o Großkönig, sprach ich zu dem Bhikkhu Ānanda also: 'Nicht so, Ānanda; nicht so, Ānanda! Der gesamte heilige Wandel besteht in der Freundschaft der Guten, in der Gesellschaft der Guten, in der Genossenschaft der Guten. Von einem Bhikkhu, o Ānanda, der ein Freund der Guten ist, ist zu erwarten, daß er einem Freund der Guten, einem Gesellen der Guten, einem Genossen der Guten den edlen achtgliedrigen Pfad vervollkommnen, den edlen achtgliedrigen Pfad erweitern wird.' ..."

  4. S.4.5 Die Schlinge - 2 (Dutiyamārapāsa Sutta)

    Der Buddha wendet sich im Antilopenhain Isipatana in Bārānasī an seine fünf Freunde, die seine ersten Schüler und Mönche geworden waren (Assaji, Bhaddiya, Kondanna, Mahanama, Vappa):
    Da nun redete der Erhabene die Bhikkhus an, "Ihr Bhikkhus!" "Ja, Herr!" erwiderten die Bhikkhus aufhorchend dem Erhabenen.
    Der Erhabene sprach also: "Ich bin erlöst von allen Schlingen, was es an himmlischen und was es an irdischen (Schlingen) gibt, und auch ihr, ihr Bhikkhus, seid erlöst von allen Schlingen, was es an himmlischen und was es an irdischen (Schlingen) gibt. Führet euren Wandel aus, zu vieler Leute Heil, zu vieler Leute Glück, zu der Welt Erbarmen, zu Segen, Heil und Glück von Göttern und Menschen. Geht nicht zu zweien auf gleichem Weg; prediget, ihr Bhikkhus, die wahre Lehre, die am Anfang schön ist, die in der Mitte schön ist, die am Ende schön ist, inhaltsreich und formvollendet. Offenbart den ganz vollkommenen, durchaus lauteren heiligen Wandel. Es gibt Wesen von wenig verunreinigter Art. Dadurch, daß sie die Wahrheit nicht hören, leiden sie Schaden. Sie werden Kenner der Wahrheit werden. Auch ich, ihr Bhikkhus, werde mich dorthin begeben, wo in Uruvelā der Marktflecken Senā liegt, um die wahre Lehre zu predigen."

  5. S.4.13 Der Splitter (Sakalika Sutta)

    Einstmals weilte der Erhabene in Rājagaha im Antilopenhain Maddakucchi. Zu jener Zeit aber war der Fuß des Erhabenen von einem Splitter verletzt. Heftig waren die körperlichen Schmerzen des Erhabenen, übel, peinigend, schlimm, qualvoll, unlieb, unangenehm. Der Erhabene aber ertrug sie besonnen und vollbewußt, ohne den Mut zu verlieren. ...

  6. S.4.19 Der Bauer (Kassaka Sutta)

    Der Buddha im Gespräch mit Mara über die Ich-Illusion, insb. bezüglich der fünf Daseinsgruppen (kkhanda), als Grundlage der Verblendung und des Leidens.

  7. S.6.1 Die Bitte (Brahmāyācana Sutta)

    In den Tagen nach Buddhas Erwachen unter dem Bodhibaum (Feigenbaum) neigt sein Geist dazu, über seine tiefen Erfahrungen Schweigen zu bewahren, um sich selbst vor Stress und Konflikten zu bewahren:
    "Eingedrungen bin ich in diese Wahrheit (dhamma), die tief ist, schwer zu schauen, schwer auszudenken, friedlich, erhaben, durch Grübelei nicht zu erfassen, fein, nur von Weisen zu begreifen. Aber dieses Volk verharrt bei seinen Neigungen, ergötzt sich an seinen Neigungen, findet seine Freude in seinen Neigungen. Für ein Volk aber, das bei seinen Neigungen beharrt, an seinen Neigungen sich ergötzt, in seinen Neigungen seine Freude findet, ist dieser Gegenstand schwer zu schauen, nämlich diese ursächliche Aufeinanderfolge, das Gesetz der Ursächlichen Entstehung (Gesetz der bedingten Entstehung, paticcasamuppāda)."
    Da erscheint dem Buddha der (Gott) Brahman Sahampati und bittet ihn dennoch den Weg des Lehrens zu gehen: "Es möge der Erhabene die wahre Lehre predigen; es möge der Pfadführer die wahre Lehre predigen! Es gibt Wesen, die von Natur nur wenig von Verunreinigung befleckt sind. Sie werden weniger, wenn sie die wahre Lehre nicht hören. Es wird aber solche geben, die die wahre Lehre verstehen."

  8. S.6.2 Verehrung (Gārava Sutta)

    Der Buddha überlegt nach seinem Erwachen und nach der Bitte des (Gottes) Brahman Sahampati (s.o. S.6.1), ob er sich einem anderen spirituellen Lehrer anschließen könnte. Da er keinen anderen Lehrer mit der gleichen Tiefe der spirituellen Erfahrung sieht, beschließt er, statt eines Lehrers eben die 'Wahrheit' zu verehren:
    "Wie wäre es, wenn ich jetzt an die Wahrheit, die von mir durch Erleuchtung erkannt worden ist, mich anschlösse, ihr dienend und sie verehrend?"

  9. S.6.15 Das Große Nirvana (Parinibbāna Sutta)

    Dieser Bericht über das Sterben des Buddha entspricht weitgehend dem Mahāparinibbānasutta in D.16.6.7.
    Der Mönch Anuruddha, ein Vetter des Buddha, so wie Ānanda, und ebenso wie dieser beim Sterben des Buddha anwesend, sprach danach die Worte:
    "Es gab kein Einatmen mehr und kein Ausatmen mehr
    bei dem geistesfesten Vollendeten,
    Wunschlos, zum Frieden gelangt, ist der Allschauende in das Nirvana eingegangen.
    Mit einem Herzen, das an nichts mehr hing, ertrug er den Schmerz.
    Wie das Erlöschen einer Lampe, so war die Erlösung seines Geistes."

  10. S.7.2 Schmähung (Akkosa Sutta)

    Ein Brahmane beschimpft den Buddha heftig. Dieser erklärt dem Brahmanen ruhig, daß er diese Angriffe weder annimmt, noch erwidert - und daß somit alle Folgen allein auf den Brahmanen zurückfallen.

  11. S.7.11 Die Aussaat (Kasibhāradvāja Sutta)

    Ein berühmter Dialog zwischen einem Brahmanen und Großgrundbesitzer und dem Buddha über Arbeit und die Früchte der Arbeit:
    Es sah aber der Brahmane Kasi-Bhāradvāja den Erhabenen dastehen zum (Empfang von) Almosen. Wie er ihn sah, sprach er zu dem Erhabenen also: "Ich, Samana, pflüge und säe, und wenn ich gepflügt und gesät habe, esse ich. Auch du, Samana, pflüge und säe, und wenn du gepflügt und gesät hast, magst du essen."
    Der Buddha antwortet: "Auch ich, o Brahmane, pflüge und säe, und wenn ich gepflügt und gesät habe, esse ich." Und weiter erklärt der Buddha, daß er mit Achtsamkeit das Feld des Geistes bestellt und die Früchte des Friedens und der Überwindung des Leidens kultiviert und erntet.

  12. S.7.19 Der Erhalter seiner Mutter (Mātuposaka Sutta)

    Ein kurzes, schönes Sutta über den Wert der Fürsorge für die alten Eltern, insbesondere die Mutter.

  13. S.8.5 Wohlgesprochen (Subhāsita Sutta)

    Der Buddha erklärt die 'Rechte Rede'
    "Da spricht, ihr Bhikkhus, ein Bhikkhu etwas wohl gesprochenes, nicht etwas übel gesprochenes. Er spricht was der Lehre gemäß ist, nicht was wider die Lehre ist. Er spricht Liebes, nicht Unliebes. Er spricht Wahres, nicht Falsches. Ein mit diesen vier Eigenschaften ausgestattetes Wort, ihr Bhikkhus, ist wohl gesprochen, nicht übel gesprochen, ist tadellos, nicht zu tadeln von den Einsichtigen."

  14. S.9.10 Rezitation (Sajjhāya Sutta)

    Ein Bhikkhu, der früher intensiv buddhistische Texte rezitiert hatte, wird von einer Gottheit darüber befragt, warum er mit seine Rezitationen beendet habe. Er antwortet:
    "Früher hatten wir Verlangen nach den Worten der Wahrheit,
    Bis wir zur Begierdelosigkeit gelangten.
    Seit wir zur Begierdelosigkeit gelangten,
    Was immer wir gesehen, gehört und gedacht haben,
    Nennen die Guten, die es erkannten, ein Beiseitelegen."

  15. S.11.3 Die Fahnenspitze (Dhajagga Sutta)

    Der Buddha erklärt seinen Mönchen, wie die Kontemplation über die Drei Juwelen 'Buddha, Dharma und Sangha' eine große Unterstützung in Gefahr und Not sein kann. Daher gilt dieses Sutta in asiatischen Ländern als ein wirkungsmächtiger Segensspruch (parittā).

  16. S.11.11 Das Gelübde (Vatapada Sutta)

    Der Buddha erklärt, daß Sakka, der Fürst der Götter, in einem früheren menschlichen Leben die folgenden sieben Gelübde angenommen und erfüllt hat, weshalb er nach seinem Tod eine Wiedergeburt als Gott erfuhr. Die betreffenden Gelübde waren:
    "Mein Leben lang will ich einer sein, der Mutter und Vater unterhält.
    Mein Leben lang will ich einer sein, der die Ältesten in der Familie hoch verehrt.
    Mein Leben lang will ich einer sein, der sanft redet.
    Mein Leben lang will ich einer sein, der keine Verleumdung ausspricht.
    Mein Leben lang will ich mit einem von Schmutz und Geiz freien Herzen mein Haus bewohnen, freigebig, mit reinen Händen, am Spenden mich freuend, den Bittenden zugänglich (yācayoga), an Verteilung von Almosen mich freuend.
    Mein Leben lang will ich die Wahrheit sprechen.
    Mein Leben lang will ich nicht zornig sein. Wenn Zorn in mir entsteht, will ich ihn sogleich unterdrücken."

  17. S.12.15 Der Sproß aus dem Hause Kaccāyana (Kaccānagotta Sutta)

    Das Buddhadhamma als der Mittlere Weg zwischen 'Sein' (Eternalismus) und 'Nicht-Sein' (Nihilismus).

  18. S.12.17 Der Nacktgänger (Acelakassapa Sutta)

    Die Bekehrung des strengen Asketen Kassapa durch ein Gespräch mit dem Buddha.
    Siehe auch: D.8, M.124, S.41.9.

  19. S.12.32 Kalāra (Kaḷāra Sutta)

    Der Mönch Kalāra berichtet dem Mönch Sāriputta, daß ein anderer Mönch zum weltlichen Leben zurückgekehrt sei. Sariputta antwortet: "Dann hat eben der Ehrwürdige in unserer Lehre und Regel keinen Trost gefunden."
    Kalāra: "So hat also der ehrwürdige Sāriputta in dieser Lehre und Regel Trost gefunden?"
    Sariputta: "Ich hege darüber keinen Zweifel, Verehrter."
    Kalāra: "Aber vielleicht in Zukunft?"
    Sariputta: "Ich mache mir keine Gedanken darüber, Verehrter."

  20. S.12.36 Aus dem Nichtwissen als Ursache entstanden - 2 (Dutiyaavijjāpaccaya Sutta)

    Der Buddha erklärt das bedingte Entstehen:
    "Aus dem Nichtwissen als Ursache, ihr Bhikkhus, entstehen die Gestaltungen, und so weiter. Auf solche Art kommt der Ursprung der ganzen Masse des Leidens zu stande.
    ... Wenn, ihr Bhikkhus, die Anschauung besteht, Leben und Körper seien dasselbe, so gibt es keinen heiligen Wandel; oder wenn, ihr Bhikkhus, die Anschauung besteht, ein anderes sei das Leben und ein anderes sei der Körper, so gibt es keinen heiligen Wandel. Diese beiden Enden vermeidend, ihr Bhikkhus, verkündet in der Mitte der Tathāgata die wahre Lehre: aus der Geburt als Ursache entsteht Alter und Tod."

  21. S.12.38 Das Denken - 1 (Cetanā Sutta)

    Der Buddha: "Was einer denkt, ihr Bhikkhus, und was er beabsichtigt, und wobei er verharrt, damit entsteht eine Grundlage für den Bestand des Bewußtseins. Wenn eine Grundlage vorhanden ist, so tritt Fortdauer des Bewußtseins ein. Wenn das Bewußtsein fortdauert und zunimmt, so tritt für die Zukunft Wiedergeburt und Neuerstehung ein. Wenn für die Zukunft Wiedergeburt und Neuerstehung vorhanden ist, so entstehen für die Zukunft Geburt, Alter und Tod, Schmerz, Kummer, Leid, Betrübnis und Verzweiflung. Auf solche Art kommt der Ursprung der ganzen Masse des Leidens zustande. ..."

  22. S.12.41 Die fünffache Furcht und Feindseligkeit - 1 (Pañcaverabhaya Sutta)

    Eine Lehrrede des Buddha an seinen großen Unterstützer Anāthapindika über die fünf grundlegenden ethischen Richtlinien (sīla) und den Stromeintritt (sotāpanna).

  23. S.12.51 Die Erwägung (Parivīmaṃsana Sutta)

    Der Buddha erklärt seinen Mönchen in Kürze das bedingte Entstehen (paticcasamuppāda) und die Loslösung:
    "... Wenn er nicht durch Tun (Gestaltungen) hervor bringt und nicht durch Denken (Gestaltungen) hervorbringt, erfaßt er nichts in der Welt. Wenn er nichts erfasst, so empfindet er keinen Durst. Wenn er aber keinen Durst empfindet, geht er aus eigener Kraft in das Nirvana ein. Er erkennt: vernichtet ist die Geburt; gelebt ist der heilige Wandel; vollbracht ist, was zu vollbringen war; nichts mehr habe ich fürderhin zu tun mit dem weltlichen Dasein.
    Wenn er eine lustvolle Empfindung empfindet, so erkennt er: sie ist unständig; er erkennt: sie ist keine, an der man hängt; er erkennt: sie ist keine, an der man Freude hat. Wenn er eine leidvolle Empfindung empfindet, so erkennt er: sie ist unständig; er erkennt: sie ist keine, an der man hängt; er erkennt: sie ist keine, an der man Freude hat. Wenn er eine Empfindung empfindet, die weder leidvoll noch lustvoll ist, so erkennt er sie ist unständig; er erkennt sie ist keine, an der man hängt; er erkennt: sie ist keine, an der man Freude hat. ...
    Empfindet er die Empfindung, daß die Körperkräfte zu Ende gehen, so erkennt er: ich empfinde die Empfindung, daß die Körperkräfte zu Ende gehen. Empfindet er die Empfindung, daß das Leben zu Ende geht, so erkennt er: ich empfinde die Empfindung, daß das Leben zu Ende geht. Er erkennt: nach dem Abschlusse des Lebens infolge der Auflösung des Körpers werden noch in dieser Welt alle meine Empfindungen, an denen ich keine Freude gehabt, erkalten; nur die leiblichen Bestandteile werden übrig bleiben. ..."

    Interessant ist hier auch die Betonung der 'Befreiung aus eigener Kraft' (paccattam parsnibbhāyati).

  24. S.12.68 Kosambi (Kosambi Sutta)

    Die Mönche Musīla, Savittha, Nārada und Ānanda führen ein Gespräch über die Kette des bedingten Entstehens (nidāna) und Nārada weist darauf hin, daß er wohl Nirvana sehen und verstehen kann, aber dies gleichwohl noch nicht verwirklicht habe:
    "Aufhebung des Werdens ist das Nirvana: das habe ich ja, Verehrter, der Wirklichkeit gemäß in richtiger Erkenntnis wohl gesehen; aber ich bin kein Arahant, bei dem die weltlichen Einflüsse vernichtet sind.
    Gerade so, Verehrter, wie wenn da am Wege durch eine Wildnis ein Brunnen wäre. Es wäre da aber kein Wasserkrug mit einem Seil. Und es käme da ein Mann herbei, von Hitze gequält, von Hitze erschöpft, ermüdet, lechzend, durstig. Der erblickte den Brunnen, und er wüsste auch es ist Wasser drinnen; aber er vermöchte es doch nicht mit dem Körper zu berühren."

  25. S.12.70 Susīma (Susima Sutta)

    In diesem Sutta wird erklärt, daß es Erwachte (arahant) durch Einsicht gibt (als Frucht der Vipassana-Praxis) - und daneben auch Erwachte (arahant) mit Wunderkräften (iddhi, abhiññā) (als Frucht der vierten Versenkungsstufe (jhāna)).

  26. S.13.1 Die Nagelspitze (Nakhasikhā Sutta)

    Buddha erklärt die große Bedeutung des 'Stromeintritts' (sotāpanna), der durch eine tiefe Erfahrung der Wirklichkeit (abhisamaya, dhammābhisamaya) gekennzeichnet ist.

  27. S.14.8 Wie es nicht ist (Nopariyesanānānatta Sutta)

    Der Buddha erklärt seine philosophische Sicht eines "psychologischen Realismus" und widerspricht explizit der später im Mahayana-Buddhismus einflußreichen "Nur-Geist-Philosophie" (Cittamātra, Vijñānavāda):
    "Infolge der Verschiedenheit der Elemente, ihr Bhikkhus, entsteht Verschiedenheit der Vorstellung; ... nicht aber entsteht infolge der Verschiedenheit der Vorstellung Verschiedenheit der Elemente.

  28. S.14.11 Die sieben (Sattadhātu Sutta)

    Die vier grundlegenden Versenkungs-Zustände (jhāna) werden an vielen Stellen des Pali-Kanon zitiert und seien hier nur kurz erinnert:
    1. Sammlung frei von unheilsamen Geisteszuständen, mit Gedanken, freudiger Inspiration (pīti) und Glücksempfindung (sukha),
    2. Sammlung frei von Gedanken, mit freudiger Inspiration (pīti), Glücksempfindung (sukha) und innerem Frieden,
    3. Sammlung frei von freudiger Inspiration (pīti), mit Glücksempfindung (sukha), gleichmütig, achtsam, klarbewußt,
    4. Sammlung frei von Wohlgefühl und Schmerz, gleichmütig, achtsam, klarbewußt.

    In diesem Sutta werden nun die sieben formlosen (höheren) Versenkungs-Zustände (arūpajjhāna) erklärt:
    "Sieben sind, ihr Bhikkhus, diese Elemente. Welche sieben? Das Element Lichtglanz, das Element Schönes, das Element Sphäre der Raumunendlichkeit, das Element Sphäre der Bewußtseinsunendlichkeit, das Element Sphäre der Nichtsheit, das Element Sphäre, wo es weder Vorstellung noch Nichtvorstellung gibt, das Element Aufhebung von Vorstellung und Empfindung. Dies also, ihr Bhikkhus, sind die sieben Elemente."

  29. S.17.30 Der Heilige (Bhikkhu Sutta)

    Der Buddha äußert sich zu den Gefahren von Gewinn, Ehre und Ruhm, selbst für einen Erwachten, und erläutert dies dann auf eine Nachfrage von Ānanda ausführlicher:
    "Schlimm (in ihren Folgen), o Mönche, sind Gewinn, Ehre und Ruhm, einschneidend und harsch sind sie (in ihren Wirkungen), ein Hindernis bilden sie für die Erreichung der höchsten Bürdenfreiheit. Der Mönch, ihr Mönche, der da ein Heiliger ist, ein Triebversiegter, auch ihm, künde ich, werden Gewinn, Ehre und Ruhm zum Hindernis gereichen." ...

  30. S.21.10 Der Einsiedler-Thera (Theranāmaka Sutta)

    Der Mönch Thera lebt als Einsiedler und preist die Einsamkeit. Buddha erklärt Thera, daß 'vollendete Einsamkeit' eine Geisteshaltung ist, die nicht der äußeren Einsamkeit bedarf.

  31. S.22.43 Sich selber Leuchte (Attadīpa Sutta)

    Dieses Sutta findet sich auch in D.16.2.5, d.h. im Kontext von D.16, dem Mahāparinibbāna Sutta, das über die letzten Lebensmonate des Buddha berichtet.
    dīpa kann 'Leuchte' oder 'Insel' bedeuten. Der Ehrw. Nyanaponika verwendet im Zusammenhang mit 'Zuflucht' in diesem Sutta stets die Übersetzung 'Insel'.

  32. S.22.81 Pārileyya (Pālileyya Sutta)

    "... Und der Erhabene kleidete sich am frühen Morgen an, nahm Gewand und Schale und begab sich nach Kosambī um Almosenspeise. Nachdem er in Kosambī um Almosenspeise gegangen war, nach Rückkehr vom Almosengang, nach dem Mahle, ordnete er selber seinen Wohnraum. Dann nahm er Gewand und Schale, und, ohne es den ihm aufwartenden Mönchen mitzuteilen, ohne die Mönchsgemeinde zu verständigen, begab er sich allein, ohne Begleitung, auf die Wanderschaft. ..."

  33. S.22.84 Tissa (Tissa Sutta)

    Der Mönch Tissa, ein Vetter des Buddha, wird von großen Zweifeln über das Dhamma verwirrt und verliert jegliche Freude am spirituellen Weg. Buddha unterstützt Tissa mit einer Belehrung über Begehren, Vergänglichkeit und Nichtwissen und schließt seine Worte mit:
    "Sei heiter, Tissa! Sei heiter, Tissa! Als Berater bin ich ja da, als Helfer, als Unterweiser."

  34. S.22.87 Vakkali (Vakkali Sutta)

    Der Freitod des schwerkranken Mönchs Vakkali.

  35. S.22.88 Assaji (Assaji Sutta)

    Der schwerkranke Mönch Assaji hat Bedenken, weil ihm die Schmerzen der Krankheit keine Versenkung (jhana) mehr erlauben. Buddha verweist ihn auf die Vipassana-Praxis verbunden mit der Betrachtung des 'Nicht-Selbst' (anatta, anātman) in allen Phänomenen.

  36. S.22.94 Die Lotusblume (Puppha Sutta)

    Der Buddha über Nicht-Streit:
    "Nicht streite ich mit der Welt, ihr Mönche, sondern die Welt streitet mit mir. Nicht streitet mit irgendeinem in der Welt ein Künder der Lehre.
    Wobei man, ihr Mönche, unter den Weisen in der Welt übereinstimmt: 'Das gibt es nicht', davon sage auch ich: 'Das gibt es nicht'. Wobei man, ihr Mönche, unter den Weisen in der Welt übereinstimmt: 'Das gibt es', davon sage auch ich: 'Das gibt es'. ..."

  37. S.36.21 Sīvako (Sīvaka Sutta)

    Der Pilger Moliyo-Sīvako befragt den Buddha zu karmischen Ursachen von Krankheiten:
    "Es gibt, Herr Gotamo, einige Asketen und Brahmanen, die lehren und denken: "Was immer auch eine menschliche Person empfindet an Wohl oder Wehe oder Weder-wehe-noch-wohl, all das ist durch früher Getanes veranlaßt'. Was sagt nun aber Herr Gotamo dazu?"
    Der Buddha antwortet: "Hervorgerufen durch Galle, Schleim, Wind, deren Zusammenfall, durch Klimawechsel, durch verkehrtes Verhalten, durch Unfälle, durch Reife des Wirkens, Sīvako, steigen etliche Gefühle auf. Das aber ist von einem selber zu merken, wie solche Gefühle aufsteigen. Auch in der Welt ist dies als Wahrheit bekannt, wie solche Gefühle aufsteigen. Da nun gehen die Asketen und Brahmanen, Sīvako, die da lehren und denken: 'Was immer auch eine menschliche Person empfindet an Wohl oder Wehe oder Weder-wehe-noch-wohl, all das ist durch früher Getanes veranlaßt' über das hinaus, was sie selber erkennen, und sie gehen hinaus über das, was in der Welt als Wahrheit bekannt ist. Darum sage ich von diesen Asketen und Brahmanen: Das ist falsch'".

  38. S.42.3-5 Der Hauptmann (Yodhājīva, Hatthāroha, Assāroha Sutta
     
  39. S.44.10 Anando (Ānanda Sutta)

    Der Buddha beantwortet die Frage des Pilgers Vacchagotto nach einem 'Selbst' (atta, ātman) mit Schweigen.

  40. S.45.2 Die Hälfte (Upaḍḍha Sutta)

    In diesem berühmten Sutta spricht der Buddha zu Ānanda über die Bedeutung der spirituellen Freundschaft (dieses Sutta findet sich auch in S.3.18):
    "Da nun begab sich der Ehrwürdige Anando zum Erhabenen, begrüßte ihn ehrfurchtsvoll und setzte sich zur Seite nieder. Zur Seite sitzend, sprach nun der Ehrwürdige Anando zum Erhabenen also: 'Die Hälfte des Brahma-Wandels, o Herr, ist dieses, nämlich Freundschaft mit Guten, Gemeinschaft mit Guten, Vertrautsein mit Guten'.
    Der Buddha antwortet: 'Sage das nicht, Anando, sage das nicht, Anando: ist es ja doch der ganze Brahma-Wandel, nämlich Freundschaft mit Guten, Gemeinschaft mit Guten, Vertrautsein mit Guten. Von einem Mönch, Anando, der Freundschaft mit Guten hat, Gemeinschaft mit Guten, Vertrautsein mit Guten, ist zu erwarten, daß er den edlen achtfältigen Pfad entfalten und ausbilden wird.' ..."

  41. S.45.11. Verweilen I (Paṭhamavihāra Sutta)

    Der Buddha zieht sich für zwei Wochen in die Einsamkeit zurück.

  42. S.46 Die sieben Erleuchtungsglieder (Bojjhaṅga-Saṃyutta)

    Dieses Saṃyutta behandelt ausführlich das Thema der sieben Erleuchtungsglieder:
    Achtsamkeit (sati), Erforschung des Dhamma (dhammavicaya), Willenskraft (viriya), Interesse und Freude (pīti), Gestilltheit (passaddhi), Sammlung (samãdhi), Gleichmut (upekkha).
    Besonders hervorhebenswert ist sicher:
    S.46.16 Krankheit III (Tatiya-gilāna Sutta)
    Dem Buddha hilft in einer schweren Krankheit die Erinnerung an die sieben Erleuchtungsglieder.

  43. S.47 Die Vier Grundlagen der Achtsamkeit (Satipaṭṭhāna-Samyutta)

    Dieses Saṃyutta behandelt ausführlich das Thema der Vier Grundlagen der Achtsamkeit:
    Achtsamkeit auf den Körper (kāya), auf die Empfindungen (vedana), auf den Geist (citta), auf die Geistesobjekte (dhammā).
    Bemerkenswert ist die Geschichte der Bambusakrobaten:
    S.47.19 Sedakam (Sedaka Sutta)

  44. S.52 Anuruddha-Saṃyutta

    Dieses Saṃyutta berichtet ausführlich vom Leben des Mönchs Anuruddha, der wie Ānanda ein Vetter und enger Schüler des Buddha war, und speziell von Anuruddhas intensiver Praxis der vier Grundlagen der Achtsamkeit (Satipatthāna).
    Bemerkenswert ist das folgende Sutta über die Praxis von Anuruddha anläßlich einer schweren Erkrankung :
    S.52.10 Schwer krank (Bāḷhagilāna Sutta)

  45. 54. Achtsamkeit auf das Ein- und Ausatmen (Ānāpāna-Samyutta)

    Dieses Samyutta über die Achtsamkeit auf den Atem ist eine ebenso wichtige Grundlage für den buddhistischen Weg der Praxis wie das oben aufgeführte Samyutta über die vier Grundlagen der Achtsamkeit (S.47 Satipatthāna-Samyutta).

 


 

Mahāvagga des Vinayapitaka

  1. MV.VIII.26 (Gilānavatthukathā)

    Einmal findet der Buddha zusammen mit Ānanda einen seiner Mönche, der schwer an Ruhr erkrankt ist und von niemandem gepflegt wird. Buddha und Ānanda waschen den Mönch und legen ihn auf ein Bett. Anschließend ruft Buddha die Mönche dieses Klosters zusammen und bittet sie, daß sie sich künftig gegenseitig bei Krankheit unterstützen mögen.
    "Nicht habt ihr, Mönche, Mutter und Vater, die euch pflegen würden. Wenn ihr, ihr Mönche, euch nicht gegenseitig pflegt, wer sonst sollte euch pflegen?
    So, wie man mich pflegen würde, so soll man Kranke pflegen."

 

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